Britische Inflation sinkt auf 2,8 Prozent — Energiekosten belasten Ausblick
KI-Zusammenfassung
Die britische Jahresteuerung lag im April bei 2,8 Prozent, nach 3,3 Prozent im März, wie das Office for National Statistics (ONS) mitteilte. Ökonomen hatten einen Rückgang auf 3,0 Prozent erwartet. Den Rückgang trieb vor allem die von der Energieregulierungsbehörde Ofgem zum 1. April eingeführte Preisobergrenze für Strom und Gas. Grant Fitzner, Chefökonom des ONS, führte den Rückgang auf das Energiekostendämpfungspaket der Regierung und niedrigere globale Großhandelspreise vor dem Nahostkonflikt zurück. Auch geringere Steigerungen bei Wasser- und Abwassergebühren sowie Kfz-Steuer senkten die Rate. Gegenläufig wirkten höhere Benzin- und Dieselpreise sowie teurere Kleidung. Die Regierung von Premierministerin Rachel Reeves steht unter Druck, weil Großbritannien als Nettoenergieimporteur die steigenden Energiekosten infolge des Iran-Kriegs zu spüren bekommt. Finanzministerin Reeves will laut Schatzamt weitreichende Reformen ankündigen, um dem Parlament Befugnisse zur Genehmigung kritischer Energieprojekte zu übertragen. Die Bank of England beobachtet die Entwicklung sowie mögliche Sekundäreffekte wie Lohnforderungen und Preiserhöhungen durch Unternehmen.
