Correctiv deckt mutmaßliche Schatten-IT mit sensiblen Daten bei Europol auf
KI-Zusammenfassung
Eine gemeinsame Recherche von Correctiv, Computer Weekly und Solomon legt nahe, dass Europol umfangreiche Mengen sensibler Daten auf einer Schatten-IT gesammelt und ausgewertet hat. Dabei handelt es sich um Ausweisdokumente, Telefonverbindungen, Finanz- und Standortdaten auch von nicht verdächtigen Personen. Interne Dokumente, geleakte E-Mails und Whistleblower-Informationen zufolge konnten Mitarbeitende diese Daten entgegen Sicherheitsvorkehrungen und Datenschutzbeschränkungen abrufen. Die Nachverfolgung von Zugriffen, Änderungen und Löschungen sei nicht möglich. Besonders brisant ist ein irreguläres System namens „Pressure Cooker“, mit dem Europol offenbar EU-Gesetze umging und das möglicherweise noch aktiv ist. Die Enthüllung erfolgt vor einem geplanten Gesetz der EU-Kommission, das Europol in eine „wirklich operative Polizeibehörde“ umwandeln und Personal sowie Budget verdoppeln soll.
