"Doomjobbing": Wie stressgetriebene Jobsuche die Chancen senkt
KI-Zusammenfassung
Die stundenlange, zwanghafte Suche nach Stellenangeboten im Internet hat einen Namen: "Doomjobbing", eine Mischung aus "Doomscrolling" und Jobsuche. Der Begriff ging auf einen Beitrag des kalifornischen Produktmanagers Ilya Bagrak zurück, dessen achtjährige Tochter sein exzessives LinkedIn-Nutzen nach seiner Entlassung so bezeichnete. Karriereberaterin Phoebe Gavin erklärt, dass das ständige Scrollen zwar kurzfristig emotional beruhige, langfristig aber Gefühle von Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit verstärke. Die Arbeitsmarktberaterin Eliana Goldstein beobachtet, dass konventionelle Bewerbungsstrategien zunehmend versagen: Jede neue Stellenanzeige werde sofort mit einer Flut von Bewerbungen überschwemmt, was den Druck auf Suchende weiter erhöht. Jonathan Clanton, 39, der im Frühjahr seine Stelle im Talent Acquisition verlor, beschreibt das Verhalten als Mischung aus "Social-Media-Sucht und der Angst, Arbeit finden zu müssen".
