Drohnenalarm in Vilnius: Litauen sperrt Flughafen und stoppt Zugverkehr
KI-Zusammenfassung
Litauen hat am 20. Mai 2026 nach einem Drohnenalarm zeitweise den internationalen Flughafen in der Hauptstadt Vilnius gesperrt und den Zugverkehr im gesamten Land eingestellt. Die Bewohner Vilnius erhielten Luftalarme auf ihre Mobiltelefone und wurden aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen. Auch Präsident Gitanas Nauseda, Regierungschefin Inga Ruginiene und Parlamentsabgeordnete wurden in Sicherheit gebracht. Die litauische Armee hatte zuvor ein Radarsignal im Luftraum des Nachbarstaates Belarus gemeldet, das typische Merkmale eines unbemannten Luftfahrzeugs aufweise; die NATO-Luftüberwachung wurde aktiviert. Später wurde eine Drohne über dem Bezirk Vilnius gesichtet, verschwand dann vom Radar. Es war der erste Drohnenalarm seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, der in einer EU- und NATO-Hauptstadt eine flächendeckende Schutzanweisung für Bevölkerung und Staatsspitze auslöste. Vilnius liegt nur rund 30 Kilometer von der belarussischen Grenze entfernt.
