EZB und Bank of England vor Zinsentscheidung bei Stagflationsgefahr
KI-Zusammenfassung
Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of England stehen diese Woche vor Leitzinsentscheidungen, während der Iran-Konflikt die Wirtschaftsentwicklung belastet. Die Inflation liegt im Euroraum bei 2,5 Prozent, im Vereinigten Königreich bei 3,3 Prozent — beides über den jeweiligen Zwei-Prozent-Zielen. Nachdem beide Notenbanken im März die Zinsen bei 2 Prozent (EZB) bzw. 3,75 Prozent (Bank of England) beließen, erwarten Ökonomen nun vorsichtiges Abwarten. Oliver Rakau, Chefvolkswirt für Deutschland bei Oxford Economics, hält energiebedingte Inflationsspitzen für noch nicht ausreichend, um die EZB zu handeln zu zwingen. Sollten jedoch die Inflationserwartungen steigen, der Arbeitsmarkt robust bleiben und die Kerninflation beschleunigen, rechnet Rakau mit Zinserhöhungen im Juni und Juli. Die sogenannten second-round effects — etwa Lohnforderungen und Preiserhöhungen — gelten als entscheidender Indikator.
