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Finanzenneutralvor 1 Std

EZB-Vize de Guindos kritisiert Berlin für Blockadehaltung gegen Unicredit-Übernahme

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EZB-Vizepräsident Luis de Guindos hat die Bundesregierung für ihre ablehnende Haltung im Übernahmekampf um die Commerzbank gerügt. Das italienische Institut Unicredit strebt die Übernahme der zweitgrößten deutschen Privatbank an und hat ein freiwillliches Übernahmeangebot vorgelegt, das die Commerzbank unter dem Schutz der Bundesregierung zurückweist; der Bund hält noch etwa zwölf Prozent der Anteile. De Guindos bezeichnete es als widersprüchlich, die Spar- und Investitionsunion zu befürworten, aber konkrete grenzüberschreitende Transaktionen abzulehnen, und nannte den deutschen Bankenmarkt "sehr fragmentiert". Die Äußerungen sind brisant, da die EZB-Bankenaufsicht aktuell prüft, ob Unicredit ihren Commerzbank-Anteil auf über 30 Prozent erhöhen darf, und deshalb neutral sein müsste. De Guindos' Amtszeit endet in wenigen Wochen, sein Nachfolger wird der Kroate Boris Vujcic.

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