Fed-Protokoll: Mehrheit erwartet bei anhaltend hoher Inflation Zinserhöhungen
KI-Zusammenfassung
Die am Mittwoch veröffentlichten Protokolle der jüngsten Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) zeigen, dass eine Mehrheit der Fed-Offiziellen Zinserhöhungen für wahrscheinlich hält, falls der Iran-Krieg die Inflation weiter anheizt. Das FOMC beließ den Leitzins zwar erneut bei 3,5 bis 3,75 Prozent, doch gab es mit vier Gegenstimmen die meisten seit 1992 und offenbar erhebliche Meinungsverschiedenheiten über die künftige Geldpolitik. Drei der vier Dissidenten waren Regionalpräsidenten, die sich dafür aussprachen, alle Optionen offenzuhalten; sie stimmten zwar der Zinspause zu, wandten sich aber gegen Formulierungen, die eine "zusätzliche Anpassung" suggerierten und weithin als Hinweis auf eine bevorstehende Zinssenkung interpretiert werden. Viele Teilnehmer hätten laut Protokoll diese sprachliche Lockerung bevorzugt, doch "viele" bedeutet im Fed-Jargon keine Mehrheit, weshalb die Formulierung im Kommuniqué blieb. Die Offiziellen waren sich weitgehend einig, dass der Iran-Konflikt "erhebliche Auswirkungen" auf die Geldpolitik haben werde.
