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Felssturz in Alaskas Tracy-Arm-Fjord löste 481 Meter hohen Tsunami aus

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KI-Zusammenfassung

Am 10. August 2025 löste sich ein Felsmassiv von mindestens 63,5 Millionen Kubikmetern oberhalb des Tracy-Arm-Fjords in Alaska und stürzte in die Tiefwasserzone am Ende des South-Sawyer-Gletschers. Der Aufprall erzeugte eine anfänglich 100 Meter hohe Welle, die mit mehr als 70 Metern pro Sekunde durch den Fjord raste und an der gegenüberliegenden Steilküste auf 481 Meter über dem Meeresspiegel emporschlug. Aram Fathian von der University of Calgary und Mitautor einer Studie in der Fachzeitschrift "Science" ordnet das Ereignis als den zweithöchsten je auf der Erde dokumentierten Tsunami ein — übertroffen nur von dem 530 Meter hohen Tsunami in der Lituya Bay 1958. Da der Felssturz frühmorgens erfolgte, blieben Verletzte und Tote aus, doch Fathian warnt vor der Wiederholungsgefahr: Der Rückzug des Gletschers habe die Hänge destabilisiert. Seit 1925 haben Wissenschaftler 27 derartige Erdrutsch-Tsunamis mit Überflutungshöhen über 50 Meter registriert; diese lokal begrenzten, aber deutlich gewaltsameren Wellen entstehen durch die abrupte Verdrängung der Wassersäule in engen Fjorden.

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