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Gesellschaftneutral03. Sept. 2026

Freispruch für Yorgen Fenech: Malta rätselt weiter über Galizia-Mord

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Das Gericht in Valletta hat den maltesischen Geschäftsmann Yorgen Fenech am Mittwochabend vom Vorwurf freigesprochen, die Ermordung der Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia 2017 angeordnet zu haben. Der 44-Jährige verließ das Gerichtsgebäude unter dem Ruf „Mörder“ und „Mafia“ empörter Demonstranten; Caruana Galizias Sohn Matthew bezeichnete das Urteil als „obszön“ und widerspreche allen Beweisen. Fast neun Jahre nach dem Bombenanschlag vom 16. Oktober 2017 bleibt ein rechtskräftig identifizierter Auftraggeber unbekannt — die Männer, die die Bombe unter dem Fahrersitz platzierten und zündeten, sind bereits verurteilt. Fenech galt als Schlüsselfigur der Ermittlungen und wurde am 20. November 2019 nach seiner Festnahme auf seiner Luxusyacht Gio inhaftiert; der Fall löste Ende 2019 Massenproteste aus, in deren Folge Premierminister Joseph Muscat im Januar 2020 zurücktrat. Nach mehr als fünf Jahren Untersuchungshaft war Fenech Anfang 2025 gegen Kaution freigekommen. Der Fall bleibt eine offene Wunde für Malta.

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