Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi in akuter Lebensgefahr
KI-Zusammenfassung
Die inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi befindet sich nach Angaben ihrer Stiftung in äußerst akuter Gefahr. Die 54-Jährige war am Vortag in der Haftanstalt Sandschan im Nordwesten Irans kollabiert und in ein Krankenhaus der Stadt verlegt worden. Sie leidet nach Stiftungsangaben unter extrem schwankenden Blutdruckwerten und starker Übelkeit; in kurzer Zeit habe sie rund 20 Kilogramm Gewicht verloren. Medizinisches Personal in Sandschan habe vor einer Behandlung zunächst ihre Krankenakte angefordert und eine Verlegung zu ihren Ärzten nach Teheran empfohlen, wo eine Angiografie durchgeführt werden sollte. Ihr in Paris lebender Ehemann Taghi Rahmani erklärte laut einer von der Stiftung mit der Nachrichtenagentur AP geteilten Sprachnachricht, das iranische Geheimdienstministerium wehre sich jedoch weiterhin gegen diese Verlegung. Das norwegische Nobelkomitee forderte die iranischen Behörden auf, Mohammadi umgehend zu ihrem Ärzteteam zu bringen. Ihr Anwaltsteam stehe inzwischen mit dem Büro des Generalstaatsanwalts in Kontakt. Bereits im März soll Mohammadi einen Herzinfarkt erlitten haben; am Donnerstag hatte die Stiftung über anhaltende Brustschmerzen und hohen Blutdruck berichtet, auf den Medikamente nicht angesprochen hätten.
