FSFE warnt NHS vor Depublizierung quelloffener Software-Repositories
KI-Zusammenfassung
Die Free Software Foundation Europe (FSFE) hat den britischen National Health Service (NHS England) vor der geplanten Umstellung öffentlicher Quelltext-Repositories auf den Status „Privat" gewarnt. Hintergrund ist eine interne Richtlinie namens „SDLC-8", die vorsieht, öffentlich zugänglichen Code zurückzuziehen, sofern keine explizite Ausnahme genehmigt wird. Die NHS-Führung scheint diesen Schritt aus Sorge zu erwägen, dass Künstliche Intelligenz öffentlich einsehbaren Quelltext auf Schwachstellen durchsuchen könnte. Die FSFE widerspricht vehement: Bereits veröffentlichter Code lasse sich nicht „ungesehen" machen, und Kopien blieben ohnehin erhalten. Johannes Näder, Senior Policy Project Manager bei der FSFE, bezeichnete die Maßnahme als ineffektive „Security by Obscurity"-Taktik, die die NHS-Systeme nicht schütze. Vielmehr beseitige sie eine zentrale Sicherheitsstütze: die Möglichkeit unabhängiger Experten, den Code zu prüfen, zu verbessern und Sicherheitslücken zu melden.
