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Politikneutral03. Sept. 2026

Gewerbesteuer-Reform: 90 Prozent der Steuern sollen an Rechenzentrumsstandorte fließen

Heise Onlinesteuer-coup

KI-Zusammenfassung

Die Bundesregierung plant im Regierungsentwurf zum Einkommensteuerreformgesetz 2027 eine Änderung der Gewerbesteuerzerlegung: Künftig sollen rund 90 Prozent der Steuereinnahmen an den Standortgemeinden der Serverfarmen verbleiben. Bisher wurde die Verteilung maßgeblich nach den im Betrieb anfallenden Arbeitslöhnen bemessen — Rechenzentren benötigen aber trotz kapitalintensiver Flächen und hohem Strombedorf nur wenig Personal vor Ort, sodass Standortgemeinden steuerlich weitgehend leer ausgingen. Die Reform erfüllt ein zentrales Versprechen aus der Rechenzentrumsstrategie der Regierung und soll die kommunalen Finanzen stärken. Das ausdrückliche Ziel: Proteste gegen den Ausbau der digitalen Souveränität im Keim ersticken, bevor Bürgerinitiativen und Blockaden wie in den USA den Aufbau lähmen. Rechenzentren werden meist von Betreibergesellschaften mit weit entferntem Hauptsitz errichtet, die bisherigen Regelungen begünstigten daher kaum die betroffenen Kommunen.

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