Haben die Märkte die Schraube schon genug angezogen?
KI-Zusammenfassung
Andrew Whiffin untersucht, ob die Finanzmärkte bereits ausreichend geldpolitische Straffung durch höhere Realrenditen induziert haben. Die US-10-Jahres-Realrendite stieg von minus 1,1 Prozent im März 2022 auf plus 1,9 Prozent im Mai 2024, was einer Verschärfung von 300 Basispunkten entspricht und die Wirkung von sechs Zinserhöhungen der Fed übertrifft. Kreditspreads für US-Hochzinsanleihen verengten sich jedoch trotzdem auf 360 Basispunkte, was auf robuste Unternehmensbilanzen und nachfragestarke Refinanzierungen hindeutet. Whiffin kommt zu dem Schluss, dass die Marktkräfte etwa 75 Prozent der notwendigen Straffung bereits vollzogen haben, die restlichen 25 Prozent aber von der Fed selbst kommen müssen, um die Inflation dauerhaft auf 2 Prozent zu drücken.