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Energieneutralvor 1 Std

Indien steigt wegen Hitzewelle und Iran-Krieg verstärkt auf Kohlekraft um

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Indien, der drittgrößte CO₂-Emittent weltweit, setzt angesichts einer flächendeckenden Hitzewelle und gestörter Energieimporte durch den Iran-Krieg verstärkt auf Kohleverstromung. Über 70 Prozent des indischen Stroms stammen aus Kohlekraftwerken, dieser Anteil dürfte nach Einschätzung von Experten in diesem Jahr weiter steigen. Die Kohleverstromung lag im April bei durchschnittlich 164,9 Gigawatt, gegenüber 160,7 Gigawatt im Vorjahr, ein Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie Daten von S&P Global Energy zeigen. Zugleich ist die gasbasierte Stromerzeugung, die rund vier Prozent der installierten Kapazität ausmacht, wirtschaftlich unattraktiv geworden: Etwa 60 Prozent des importierten Flüssiggases gelangt normalerweise durch die Straße von Hormus, deren Blockade die Preise in die Höhe getrieben hat. Girish Madan, Director Corporate Ratings bei Fitch Ratings in Singapur, erklärt, dass die Kohlekraft in den Spitzensommermonaten daher eine höhere Last tragen müsse. Am 27. April führten laut der Plattform AQI alle 50 heißesten Städte der Welt indische Ortschaften an, mit Temperaturen von über 40 bis 45 Grad Celsius.

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