Iran-Krieg verdoppelt Kerosinpreise und droht europäische Fluggesellschaften zu ruinieren
KI-Zusammenfassung
Seit dem ersten US- und israelischen Angriff auf den Iran im Februar haben sich die Kerosinpreise verdoppelt, weil beide Konfliktparteien die Straße von Hormus blockiert haben. Diese Wasserstraße ist für ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gastransports unverzichtbar. Nach Angaben der International Air Transport Association stieg der Preis pro Barrel in Europa von rund 80 Dollar im Februar auf 180 Dollar Ende April. Die Internationale Energieagentur warnte, Europa verfüge nur noch über Kerosinvorräte für etwa sechs Wochen; täglich fehlen 500.000 Barrel aus dem Nahen Osten. Air France-KLM erhebt auf Langstreckenflügen einen Zuschlag von 100 Euro, während Lufthansa 20.000 Kurzstreckenflüge streicht und Scandinavian Airlines rund 1000 Flüge annulliert. Marina Efthymiou, Professorin für Luftfahrtmanagement an der Dublin City University, warnt vor Insolvenzen, wenn Fluggesellschaften ohne Absicherung gegen die Treibstoffkosten fliegen, die 25 bis 50 Prozent der Betriebskosten ausmachen.
