IT-Umstellung auf neues EU-Asylsystem kostet Deutschland mindestens 150 Millionen Euro
KI-Zusammenfassung
Deutschland muss seine IT-Systeme und Verfahren für das ab Juni geltende Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) umfassend anpassen — mit Kosten von mindestens 150 Millionen Euro. GEAS ist ein Paket aus zehn EU-Verordnungen und Richtlinien, das Schnellverfahren an den Außengrenzen, Freiheitsbeschränkungen für Asylsuchende und eine erhebliche Ausweitung des Fingerabdrucksystems Eurodac vorsieht. Menschenrechtsorganisationen wie Pro Asyl kritisieren das Paket scharf; die Bundesregierung habe nationale Regelungen mit voller Härte umgesetzt. Der Bundestag beschloss die nationalen Vorschriften erst Ende Februar 2026. BAMF-Präsident Hans-Eckhard Sommer bezeichnete die Umstellung im November 2025 als erhebliche Herausforderung: Nahezu alle Dienstanweisungen müssten neu geschrieben und das IT-System neu entwickelt werden. Ob alle Vorbereitungen bis zum offiziellen Start am 12. Juni abgeschlossen sein werden, bleibt ungewiss.
