Japans Wirtschaft wächst überraschend um 2,1 Prozent — Iran-Krieg droht Aufschwung zu bremsen
KI-Zusammenfassung
Japans Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal 2026 mit einer Jahresrate von 2,1 Prozent und übertraf damit deutlich den Reuters-Konsens von 1,7 Prozent sowie das Vorquartalsergebnis von 1,3 Prozent. Im Quartalsvergleich expandierte die Wirtschaft um 0,5 Prozent. Die Daten erfassen jedoch nicht die vollen Auswirkungen des Iran-Kriegs, der Ende Februar begann. Norihiro Yamaguchi, Japanchecker bei Oxford Economics, erwartet, dass hohe Energiekosten und Unsicherheit Konsum und Investitionen bremsen werden. Die Exporte stiegen im März mit 11,5 Prozent überraschend stark, getrieben durch einen 29,3-prozentigen Sprung bei Halbleiterausrüstung. Die Bank of Japan hat ihre Wachstumsprognose für das Geschäftsjahr 2026 von 1,0 auf 0,5 Prozent gesenkt und die Kerninflationserwartung von 1,9 auf 2,8 Prozent angehoben. Die Notenbank warnte, dass steigende Rohölpreise infolge der Nahost-Krise Unternehmensgewinne und reale Haushaltseinkommen schmälern werden. Die Regierung in Tokio plant laut Reuters eine zusätzliche Haushaltsrunde mit neuen Schulden zur wirtschaftlichen Abschwächung.
