Kampf um Kerosin-Lieferungen erschwert europäischen Flugverkehr
KI-Zusammenfassung
Europas Fluggesellschaften stehen vor einer akuten Kerosin-Knappheit, nachdem der Iran-Krieg die Straße von Hormus blockiert und damit Importe aus dem Nahen Osten weitgehend unterbrochen hat. Der Kontinent deckt seinen täglichen Bedarf von etwa 1,6 Millionen Barrel zu drei Vierteln durch heimische Produktion, die restlichen 500.000 Barrel müssen importiert werden – traditionell überwiegend aus dem Nahen Osten. Benedict George, Leiter der europäischen Produktpreisgestaltung bei Argus, erklärte, Europa müsse nun mit Singapur und Australien um jede Lieferung konkurrieren. Die USA sind als Alternative in den Fokus gerückt: Die US-Exporte stiegen auf einen Rekordwert von 442.000 Barrel pro Tag Anfang April, etwa 200.000 Barrel über dem Fünfjahresdurchschnitt. Analysten der Société Générale bezeichnen die Situation als "globalen Belastungstest" für die Luftfahrtbranche.
