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Geopolitikneutralvor 9 Std

Kaspisches Meer sinkt rapide — Pegelrückgang von bis zu 21 Metern droht

Deutsche Welleiranische-umweltjournalistin

KI-Zusammenfassung

Das Kaspische Meer, das größte Binnengewässer der Erde und von den Anrainerstaaten Iran, Russland, Aserbaidschan, Turkmenistan und Kasachstan geteilt, verliert seit den 1990er Jahren kontinuierlich an Wasservolumen. Die iranische Umweltjournalistin Maryam berichtet von dramatisch zurückgewichenem Ufer in ihrer Heimatstadt Rudsar, wo das Wasser einst bis zum Knie reichte. Wissenschaftler halten eine Umkehr der Entwicklung für unwahrscheinlich; einige Modelle prognostizieren einen Pegelrückgang um bis zu 21 Metern in diesem Jahrhundert. Evolutionsbiologe Simon Goodman von der University of Leeds verdeutlicht die Dimension: Ein Rückgang um 18 Metern entspricht mehr als der Höhe eines sechsstöckigen Gebäudes. Hauptursache ist die reduzierte Zufuhr der Wolga, die für 80 Prozent des Süßwassereinflusses sorgt, durch Dämme und verstärkte Bewässerung.

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