Klingbeils Kryptosteuer: Höhere Abgaben auf Bitcoin-Gewinne geplant
KI-Zusammenfassung
Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant neue Steuerregeln für Kryptoanleger: Bisher waren Gewinne aus Bitcoin-Verkäufen nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei, vor Ablauf der Frist fiel der persönliche Einkommensteuersatz von bis zu 45 Prozent an. Nun liegt dem Handelsblatt ein Entwurf vor, der eine Abgeltungsteuer auf Kryptowährungen konkretisiert – zunächst als Vorstufe des Referentenentwurfs, im Gesetzgebungsverfahren sind Änderungen noch möglich. Für 2027 sollen Anleger Gewinne weiterhin in der Steuererklärung angeben, ab 2028 sollen Kryptobörsen und Banken die Steuer automatisch einbehalten. Der auf Krypto spezialisierte Steuerberater Matthias Steger warnt vor einem praktischen Problem: Wallet-Wechsel, Selbstverwahrung, Anbieterwechsel und Auslandsbörsen sind der Regelfall – Börsen kennen in vielen Fällen die Anschaffungshistorie nicht, die Informationskette wird regelmäßig durchbrochen. Alternativ dürfen Anbieter sich auf Angaben der Steuerpflichtigen verlassen, doch wie diese nachgewiesen und geprüft werden, bleibt unklar.