Magyar proklamiert "Feiertag des Systemwechsels" bei Amtsantritt in Ungarn
KI-Zusammenfassung
Der designierte ungarische Ministerpräsident Peter Magyar lässt die konstituierende Sitzung des neuen Parlaments am 9. Mai 2026 als "Feiertag des Systemwechsels" inszenieren. Die 45-jährigen Tisza-Parteichef, dessen Wahlsieg vom 12. April 2026 das Ende der zwölfjährigen Alleinherrschaft Viktor Orbans besiegelte, setzt dabei auf symbolträchtige Gesten: Erstmals werden neben der ungarischen Nationalhymne auch die Europa-Hymne, die Hymne der Szekler-Minderheit aus Siebenbürgen und die inoffizielle Hymne der Roma erklingen — ein bislang nie dagewesenes Zeichen des Respekts gegenüber den rund 700.000 Roma im Land. Auch die Europa-Fahne wird erstmals seit zwölf Jahren wieder am Parlamentsgebäude gehisst. Magyars geschickter Umgang mit Medien hatte sich bereits im Wahlkampf gezeigt, als er Reporter eines kremlnahen Moskauer Blattes mit sarkastischem Applaus begrüßte — eine direkte Abgrenzung von Orbans umstrittenen Annäherungsversuchen an Wladimir Putin.
