Merz betont transatlantische Partnerschaft bei Bundeswehr-Besuch – Trump droht mit Truppenabzug
KI-Zusammenfassung
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei seinem Antrittsbesuch beim Heer auf dem Truppenübungsplatz Munster in Niedersachsen die "tiefe transatlantische Verbundenheit" betont. Die demonstrative Bekenntnis zur Partnerschaft mit Washington ist als Beschwichtigungsgeste zu werten: Am Vortag hatte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social angekündigt, die Vereinigten Staaten prüften eine Reduzierung ihrer in Deutschland stationierten Truppenstärke von derzeit mindestens 35.000 Soldaten; eine Entscheidung stehe unmittelbar bevor. Die Spannungen zwischen beiden Regierungschefs hatten sich zuvor im Streit über den Iran-Krieg zugespitzt. Merz hatte Trump vorgeworfen, ohne Strategie zu handeln; Trump konterte persönlich abwertend und behauptete, Merz wisse nicht, wovon er spreche. Der von den USA und Israel ohne NATO-Konsultation begonnene Krieg gegen den Iran hatte Trump die Unterstützung der Bündnispartner abverlangt, die jedoch nicht in den Konflikt hineingezogen werden wollten.
