NS-Propaganda und die Erfindung des "Ariers" als rassisches Idealbild
KI-Zusammenfassung
Die Nationalsozialisten propagierten ein Idealbild des "Ariers" nordischen Ursprungs, obwohl Adolf Hitler selbst weder blonde Haare noch überdurchschnittliche Größe besaß. Ab 1935 mussten alle Reichsbürger mittels eines "Ariernachweises" mindestens drei Generationen zurück beweisen, dass weder jüdisches noch als "Zigeuner" stigmatisiertes Blut in ihren Adern floss; Beamte, Ärzte und Rechtsanwälte mussten diesen Nachweis bereits seit 1933 erbringen. Die Rassenideologie diente der Rechtfertigung der "Arisierung", also der Konfiszierung jüdischen Eigentums, sowie der Deportation und Ermordung von Juden. Blonde und blauäugige Kinder aus besetzten Ländern wie Lettland und Polen wurden Müttern entrissen und in von SS-Reichsführer Heinrich Himmler initiierten "Lebensborn"-Heimen eingedeutscht. Wissenschaftlich hielten selbst NS-Rassenforscher wenig vom populären Arier-Begriff.
