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Energieneutralvor 13 Std.

Ölkrise: Wie ein kleines Dorf bei Berlin autark wurde

Deutsche Wellefeldheim-brandenburg

KI-Zusammenfassung

Das 130-Seelen-Dorf Feldheim in Brandenburg blieb während der europäischen Energiekrise nach Russlands Ukraine-Krieg und dem Iran-Krieg 2026 von explodierenden Strompreisen verschont. Während bundesweit 45 Cent/kWh fällig wurden, zahlen die Feldheimer weniger als die Hälfte. Ingenieur Michael Raschemann erkannte 1990 das Windpotenzial und baute mit der Gemeinde und der landwirtschaftlichen Genossenschaft vier Windräder, später 43 Anlagen, eine 750-kW-Biogasanlage (2008), Solar, Holzhackschnitzelheizung und einen 10-MWh-Batteriespeicher. Das Dorf erzeugt jährlich mehrere hundert Millionen kWh, speist 99 % ins Netz ein und deckt den Eigenbedarf preisgünstig. Neue Bewohner wie Jens Neumann zogen 2024 wegen der günstigen 1.200 kWh-Jahreskosten an. Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert Windräder als „hässlich“, während Feldheim als Modell für dezentrale Energiewende gilt.

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