OPEC+ beschließt Fördererhöhung um 188.000 Barrel pro Tag — erste Sitzung ohne die Vereinigten Arabischen Emirate
KI-Zusammenfassung
Die sieben verbliebenen Mitglieder der OPEC+-Kerngruppe — Saudi-Arabien, Russland, Irak, Kuwait, Kasachstan, Algerien und Oman — haben am Sonntag eine Produktionserhöhung um 188.000 Barrel pro Tag für Juni beschlossen. Der Zuwachs fällt damit etwas geringer aus als der Mai-Anstieg um 206.000 Barrel. Die Vereinigten Arabischen Emirate, bis Februar drittgrößter Produzent des Kartells nach Saudi-Arabien und dem Irak, waren am 1. Mai offiziell ausgetreten; ihre Quote ist in der neuen Zahl nicht mehr enthalten. Der Schockabgang des Golfstaates, der fast sechs Jahrzehnte lang eine einflussreiche Rolle in der OPEC gespielt hatte, war am Dienstag bekannt geworden. Das Energieministerium in Abu Dhabi begründete den Austritt mit einer umfassenden Überprüfung der eigenen Produktionspolitik und -kapazität und erklärte, der Schritt liege im nationalen Interesse. Die Ölversorgung ist seit Kriegsbeginn am 28. Februar ohnehin stark eingeschränkt, da die Straße von Hormus als zentrale Schifffahrtsroute für globale Öl- und Gaslieferungen faktisch blockiert bleibt.
