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Gesellschaftneutral05. Apr. 2026

»Ostern ist ein kurioses Fest«: Eiersuche zwischen Religion und Brauchtum

Spiegel Schlagzeilencultural_history

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Der katholische Theologe Rainer Kampling erklärt im SPIEGEL-Gespräch vom 5. April 2026 die historischen Wurzeln österlicher Bräuche und datiert die Eiersuche auf das 17. Jahrhundert zurück. Kampling verweist auf einen möglichen Übersetzungsfehler im Luther-Bibeltext von 1545, der das Wort „Osterhase“ statt „Osterlämmlein“ erzeugte und damit das Brauchtum begründete. Die Verbindung von Fruchtbarkeitssymbolen wie dem Ei mit der christlichen Auferstehungsbotschaft sei ein Ergebnis der Missionierung germanischer Stämme. Heute konsumieren deutsche Haushalte laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich 5,4 Kilogramm Schokoladen-Eier pro Kopf in der Osterwoche.

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