Ottobock-Aktie bricht nach Shortseller-Vorwürfen um über zehn Prozent ein
KI-Zusammenfassung
Die Aktie des deutschen Prothesenherstellers Ottobock ist am Dienstag an der Frankfurter Börse um mehr als zehn Prozent eingebrochen, nachdem der US-Hedgefonds Grizzly Research eine Short-Position gegen das Unternehmen aufgebaut und schwere Vorwürfe erhoben hatte. Grizzly wirft Mehrheitsaktionär und Aufsichtsratsvorsitzendem Hans Georg Näder vor, über Jahre hinweg mehr Geld aus dem Unternehmen gezogen zu haben, als es erwirtschaftet habe, sowie die russische Kriegspropaganda zu unterstützen, indem er bei regulatorisch vorgeschriebenen Kontrollen auf militärische Nutzung der Produkte nachlässig verfahren sei. Laut einem Wirtschaftswoche-Artikel habe Näder zwischen 2010 und 2022 600 Millionen Euro erhalten, während Ottobock in dem Zeitraum nur 340 Millionen Euro verdient habe. Ottobock wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme gegenüber CNBC kategorisch zurück und verwies auf die am selben Tag anstehende Hauptversammlung. Das Unternehmen war im Oktober 2025 mit einer Bewertung von 3,8 Milliarden Euro an die Börse gegangen; Näder hält 81 Prozent der Aktien.
