Rendite für 30-jährige US-Staatsanleihen steigt auf höchsten Stand seit Juli 2007
KI-Zusammenfassung
Die Rendite von 30-jährigen US-Staatsanleihen hat am Dienstag mit bis zu 5,19 Prozent den höchsten Stand seit Juli 2007 erreicht, einem Monat vor Ausbruch der Weltfinanzkrise. Der Anstieg spiegelt eine grundlegend veränderte Markterwartung wider: Die Hoffnung auf Zinssenkungen der US-Notenbank Fed hat sich laut Daten der Chicagoer Terminbörse vollständig zerschlagen. Zinshändler sehen mittlerweile eine 60-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung bis Jahresende; Ende Februar hatten sie noch eine 78-prozentige Chance für eine Senkung eingeschätzt. Auslöser ist der Irankrieg, der die Energiepreise und die US-Inflation auf 3,8 Prozent im April – den höchsten Stand seit drei Jahren – getrieben hat. Der Analyst Ed Yardeni hält angesichts der Teuerung weitere Zinssenkungen für untragbar und sieht in der Rendite der zweijährigen Staatsanleihen bei rund 4,1 Prozent ein Signal, dass die Anleihemärkte eine Reaktion der Fed erwarten.
