Schiitische Hazara in Afghanistan nach Angriff in Herat mit Dauerängsten konfrontiert
KI-Zusammenfassung
Bei einem bewaffneten Angriff auf eine schiitische Gebetsstätte in Herat Anfang April 2026 wurden mindestens 14 Menschen getötet, zahlreiche weitere verletzt; die Täter sind flüchtig. Die muslimischen Schiiten, überwiegend Angehörige der ethnischen Gruppe der Hazara, stellen mit einem geschätzten Anteil von zehn bis 20 Prozent eine Minderheit in dem etwa 45 Millionen Einwohner zählenden Afghanistan dar. Die fundamentalistisch-sunnitischen Taliban, die seit August 2021 wieder an der Macht sind, versprechen landesweite Sicherheit für alle Bürger unabhängig von Religion oder Ethnie — ein Versprechen, das Betroffene als leer empfinden. Augenzeugen berichten von permanenter Angst und Schlafstörungen; Verletzte wurden zur Behandlung in den Iran gebracht. Eine Volkszählung, die verlässliche Bevölkerungsdaten liefern könnte, gab es zuletzt in den 1970er Jahren.
