Sinkende Prämien belasten europäische Rückversicherer
KI-Zusammenfassung
Die Schweizer Großbank UBS hat die Aktie von Swiss Re von „neutral“ auf „verkaufen“ herabgestuft, woraufhin das Papier zeitweise mehr als drei Prozent verlor. Der Druck auf die Branche wächst: Bei den Vertragsneuverhandlungen im April verzeichnete Swiss Re einen Nettopreisrückgang von 6,1 Prozent in der Schaden- und Unfallrückversicherung, Hannover Rück meldete einen risikobereinigten Rückgang um 3,6 Prozent, Munich Re um 3,1 Prozent. Die Ratingagentur Fitch errechnete für die vier größten europäischen Rückversicherer eine annualisierte Eigenkapitalrendite von durchschnittlich 21,4 Prozent im ersten Quartal 2026 — gegenüber 17,5 Prozent im Vorjahreszeitraum, begünstigt durch das Ausbleiben großer Naturkatastrophen seit den Waldbränden in Los Angeles im Januar 2025. UBS-Analyst Hardcastle erwartet, dass der Preisdruck sich verstärkt, weil Wetterexperten von einer eher milden Hurrikan-Saison ausgehen; unter normalen Umständen wäre dies positiv für die Aktien, doch der anhaltende Prämienverfall überschattet die Aussichten.
