Straße von Hormus seit zwei Monaten blockiert: Afrika droht Düngemittel-Engpass
KI-Zusammenfassung
Seit gut zwei Monaten passieren kaum noch Handelsschiffe die blockierte Straße von Hormus, was die globalen Märkte für Öl und Düngemittel empfindlich trifft. Afrika spürt die Folgen mit voller Härte: Brachliegende Felder, Benzinengpässe und gestrichene Flüge prägen das Bild. Willy Nyamite, burundischer Botschafter bei der Afrikanischen Union und Vorsitzender des ständigen Botschafterkomitees, bestätigt gegenüber der DW, dass die AU die Lage genau beobachtet, da strategische Güter für afrikanische Wirtschaften gefährdet sind. Anja Berretta, Leiterin des Afrika-Wirtschaftsprogramms der Konrad-Adenauer-Stiftung in Nairobi, verweist auf Parallelen zum Frühjahr 2022, als der russische Angriff auf die Ukraine Lieferungen aus Russland und Belarus unterbrach. Einige afrikanische Staaten waren bereits vor dem Iran-Krieg überschuldet; inflationsbedingte Währungsverluste könnten die Krisenlage zusätzlich verschärfen.
