"T-Rex-Leder" aus Labor: Amsterdam-Handtasche basiert auf umstrittenem Dino-Protein
KI-Zusammenfassung
Anfang April 2026 präsentierte das polnische Modelabel Enfin Levé im Amsterdamer Artis Zoo Museum eine Handtasche aus "im Labor gezüchtetem T-Rex-Leder" — direkt neben einem Dinosaurier-Skelett. Das Material basiert auf Daten eines umstrittenen Fundes aus Montana, USA, aus den frühen 2000er-Jahren, bei dem die Paläontologin Mary Higby Schweitzer angeblich weiche Gewebereste und Proteinfragmente in T-Rex-Knochen entdeckt hatte. Diese Behauptung löste eine anhaltende wissenschaftliche Debatte aus; Kritiker vermuten bakterielle Verunreinigungen als Ursache der Strukturen. Die Handtasche, die am 11. Juni 2026 in Paris versteigert werden soll, wurde von der Firma "The Organoid Company" unter Mitwirkung der Gründer Thomas Mitchell und Ernst Wolvetang entwickelt. Tatsächlich beruht das Material auf gentechnisch veränderten Hühnerzellen, nicht auf Dino-DNA — diese ist nach wissenschaftlichem Konsens aufgrund ihres Zerfalls über 66 Millionen Jahre nicht erhaltbar. Der Fall illustriert die Spannung zwischen biotechnologischer Innovation, wissenschaftlicher Skepsis und medienwirksamer Vermarktung.
