TDK-Ventures-Chef Sauvage setzt auf KI-Infrastruktur statt Konsumprodukte
KI-Zusammenfassung
Nicolas Sauvage, Gründer und Leiter von TDK Ventures, setzt seit 2019 auf Investitionen in die unscheinbare Infrastruktur der künstlichen Intelligenz. Der französische Manager leitet den Corporate-Venture-Arm des japanischen Elektronikkonzerns TDK, der mittlerweile vier Fonds mit insgesamt 500 Millionen Dollar verwaltet. Früheste und prominenteste Wette ist der KI-Chip-Startup Groq, das bei seiner letzten Finanzierungsrunde im Herbst 2024 mit 6,9 Milliarden Dollar bewertet wurde. Sauvage investierte 2020 in das von Jonathan Ross gegründete Unternehmen, einem der Entwickler von Googles Tensor Processing Units. Groq konzentriert sich auf Inference — die rechenintensive Verarbeitung von KI-Anfragen — und entwickelte seine Chiparchitektur compiler-zentriert. Sauvage erkannte früh, dass die Nachfrage nach Inference mit jeder neuen Anwendung und jedem Modell weiter wächst, im Gegensatz zu Konsumhardware mit natürlichen Grenzen. Der aktuelle Boom der KI-Agenten, die Dutzende von Abfragen pro Aufgabe tätigen, bestätigt diese These.
