Todesfälle auf Kreuzfahrtschiff: Hantavirus-Übertragung und Risiken erklärt
KI-Zusammenfassung
Mehrere Tote auf einem Kreuzfahrtschiff haben das Hantavirus in den Fokus gerückt. Das Virus wurde Anfang der 1950er-Jahre während des Koreakriegs identifiziert, als mehr als 3.000 US-Soldaten nahe des koreanischen Hantan-Flusses an Fieber mit inneren und äußeren Blutungen erkrankten. Übertragen wird das Virus durch Nagetiere wie Mäuse und Ratten, die selbst nicht erkranken und die Erreger über Kot ausscheiden; Menschen infizieren sich durch Kontakt mit Ausscheidungen oder eingeatmeten, kontaminierten Staubpartikeln, eine direkte Begegnung mit dem Tier ist nicht nötig. Bisse infizierter Nager können ebenfalls übertragen, eine Mensch-zu-Mensch-Ansteckung gilt als unwahrscheinlich. Die Inkubationszeit beträgt bis zu fünf Wochen, einen Impfstoff gibt es nicht. In Mitteleuropa verläuft die Infektion zunächst grippeähnlich mit hohem Fieber und Schmerzen, gefolgt von Blutdruckabfall und möglichem akuten Nierenversagen; amerikanische Virusstämme können zusätzlich Lungenkomplikationen verursachen.
