UN-Ermittler: Gräueltaten in Al-Faschir weisen Merkmale eines Völkermords auf
KI-Zusammenfassung
Der UN-Chefermittler Mohamed Chande Othman hat nach einer dreimonatigen Recherche einen 30-seitigen Bericht vorgelegt, der Massenmorde, Folter, sexualisierte Gewalt und gezieltes Aushungern der Zivilbevölkerung in Al-Faschir im Sudan dokumentiert. Die RSF-Miliz hatte im Oktober 2025 nach 18-monatiger Belagerung die größte Stadt der Region Darfur eingenommen und ein Massaker gewaltigen Ausmaßes verübt. Die Augenzeugin Hassaina, die mit ihren vier Kindern nach Uganda flüchten konnte, berichtet von den Gräueltaten. Hilfsorganisationen gehen davon aus, dass seit Kriegsbeginn vor drei Jahren Hunderttausende Menschen gestorben sind. Der Bericht wurde sowohl dem UN-Menschenrechtsrat in Genf als auch dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag übergeben.
