Geopolitikneutralvor 3 Std
Ungarische Minderheiten in Nachbarstaaten: Orbán nutzt Diaspora als Machtinstrument
Deutsche Welleungarn-wie
KI-Zusammenfassung
Seit dem Zerfall des Königreichs Ungarn durch den Friedensvertrag von Trianon 1920 leben rund zwei Millionen Ungarn in Rumänien, Serbien, der Slowakei und der Ukraine, nachdem das Land mehr als 70 Prozent seines Territoriums verlor. Viktor Orbán hat diese sogenannten "außerheimatlichen Ungarn" stärker als jeder andere Regierungschef vereinnahmt und ihre Interessenvertretungen — darunter den Demokratischen Verband der Ungarn Rumäniens (RMDSZ) mit 1,1 Millionen Mitgliedern und den Verband der Ungarn der Vojvodina (VMSZ) — zu Anhängseln seiner Partei Fidesz gemacht. Der Soziologe Tamas Kiss aus Cluj spricht deshalb von einer "ethnischen Autokratie", die die Minderheiten aus der Geiselhaft Orbáns befreien müssten.
