Ungarn in der Ukraine: Zwischen den Fronten
KI-Zusammenfassung
Im westukrainischen Dorf Welyka Dobron (ungarisch: Nagydobrony), zehn Kilometer von der ungarischen Grenze entfernt, leben rund 90 % ethnische Ungarn. Seit der Mobilmachung fehlen Männer im erwerbsfähigen Alter; Tischlermeister Sandor Rati, 63, berichtet, sein 38-jähriger Sohn sei zum Militär einberufen worden. Ungarische Ministerpräsident Viktor Orban behauptet vor der Parlamentswahl am 12. April, ethnische Ungarn würden in der Ukraine unterdrückt und überproportional an die Front geschickt; vor Ort finden sich keine Belege dafür. Bürgermeister Ferenc Nagy, 51, nennt solche Aussagen „verletzend“ und weist auf Dankesschreiben ukrainischer Streitkräfte für ungarische Spenden hin. Die Angst, zwischen den Fronten zu geraten, schweigt viele Dorfbewohner.
