US-Rohölexporte steigen auf Rekordhoch: Tanker strömen an die Golfküste wegen Irans Hormus-Blockade
KI-Zusammenfassung
Die iranische Blockade der Straße von Hormus seit Kriegsbeginn am 28. Februar hat die beiden größten Ölexporthäfen am Persischen Golf, Ras Tanura in Saudi-Arabien und Basra im Irak, weitgehend vom Weltmarkt abgeschnitten. Als Folge strömen Tanker aus aller Welt an die US-Golfküste: Die Rohölexporte der Vereinigten Staaten stiegen laut Kpler im April auf 5,2 Millionen Barrel pro Tag, ein Plus von über 30 Prozent gegenüber 3,9 Millionen Barrel im Februar. Der Hafen von Corpus Christi in Texas, zuvor das drittgrößte Ölexportterminal weltweit, verzeichnete im März mit über 240 Schiffen den geschäftigsten Monat seiner Geschichte; seine Ausfuhren kletterten auf etwa 2,5 Millionen Barrel pro Tag gegenüber 2,2 Millionen im Vorjahr. Nach Angaben von Hafenchef Kent Britton machte Corpus Christi im April rund die Hälfte der US-Exporte aus, während Houston den Großteil des Rests beisteuerte. Etwa 50 bis 60 Very Large Crude Carriers (VLCCs) mit einer Kapazität von jeweils bis zu 2 Millionen Barrel befinden sich aktuell täglich auf dem Weg in US-Häfen — doppelt so viel wie im Vorjahr. Viele dieser Tanker stammen aus asiatischen Staaten, die vor dem Krieg ihr Öl aus dem Nahen Osten bezogen und nun auf leichtes süßes Rohöl aus den USA ausweichen, sagte Kpler-Analyst Matt Smith.
