US-Wahlbehörden sperren Mitarbeiter vor Zwischenwahlen von Prognosemärkten
KI-Zusammenfassung
Weniger als zwei Monate vor den US-Zwischenwahlen verbieten Wahl- und County-Behörden bestimmten Beschäftigten den Handel mit Prognosemarkt-Kontrakten. In Maricopa County in Arizona begründet Supervisor Thomas Galvin die Maßnahme damit, dass Mitarbeiter mit Zugang zu Stimmzetteln keine Insidergeschäfte über Wahlverträge tätigen dürften; zugleich solle gezeigt werden, dass Behörden neue Technologien ernst nähmen. Die Debatte berührt die Grenze zwischen Live-Wettquoten und klassischen Umfragen: Der Ökonom Koleman Strumpf von der Wake Forest University sagt, Marktquoten reagierten sofort auf Nachrichten, während veröffentlichte Umfragen oft veraltet seien. Eine Kalshi-Sprecherin sagt CNBC, Echtzeitquoten ergänzten Umfragen und ersetzten sie nicht. Die Politikwissenschaftlerin Thessalia Merivaki von der Washington State University betont dagegen, Umfragen erfassen Wahlabsichten anhand repräsentativer Stichproben, Prognosemärkte dagegen offene Wetten von jedermann.