Was wir von Charles Goodhart lernen können
KI-Zusammenfassung
Der Ökonom Charles Goodhart, emeritierter Professor an der London School of Economics und eine der prägendsten Figuren der britischen Geldpolitik, steht im Mittelpunkt dieses Porträts. Huw van Steenis, selbst einflussreicher Finanzexperte, zieht aus Goodharts Werk und Karriere Lehren für die gegenwärtige Wirtschaftspolitik. Goodhart ist vor allem durch das nach ihm benannte „Goodhart's Law“ bekannt: Sobald eine ökonomische Größe zum politischen Ziel erklärt wird, verliert sie ihre Aussagekraft als Indikator. Seine Arbeiten zur Geldpolitik, zu Zentralbanken und zu finanzieller Regulierung haben die Debatte über Jahrzehnte geprägt — von der Thatcher-Ära bis zur Finanzkrise 2008 und zur jüngsten Inflation. Der Artikel würdigt Goodhart als Denker, dessen Skepsis gegenüber einfachen Modellen gerade in unsicheren Konjunkturzeiten an Bedeutung gewinnt.