Zufallsfund in Walbrzych: Deutscher Haushalt lag 77 Jahre in vermauertem Keller
KI-Zusammenfassung
Bei Reparaturarbeiten nach einem Rohrbruch stießen Handwerker im November 2022 in Walbrzych (früher Waldenburg) in der Kuracyjna-Straße auf einen verschlossenen Kellerraum, der seit etwa 77 Jahren unberührt geblieben war. Darin fanden sich mehrere Dutzend Kisten, Körbe und Säcke mit rund 2000 Fundstücken, die deutsche Bewohner gegen Kriegsende versteckt hatten: Porzellanservices, Schmuck, persönliche Gegenstände, Fotografien und Briefe. Nach polnischem Recht ging der Fund in Staatsbesitz über; er soll Teil der Dauerausstellung des im Aufbau befindlichen Museums "Tygiel" (Schmelztiegel) werden, dessen Eröffnung für November 2026 geplant ist. Das Museum will die Nachkriegsgeschichte der Stadt nachzeichnen: 1945 fiel Schlesien östlich der Oder-Neiße-Linie an Polen, die deutsche Bevölkerung wurde vertrieben, polnische Vertriebene aus den an die Sowjetunion gefallenen Ostgebieten sowie Siedler aus anderen Regionen zogen nach Walbrzych.
