Berlin plant fünfte Etatkürzung in Folge beim Entwicklungshilfeministerium
KI-Zusammenfassung
Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat Eckwerte für den Haushalt 2027 vorgelegt, die den Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf 9,5 Milliarden Euro reduzieren — ein Minus von fast 600 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Damit schrumpft das Volumen zum fünften Mal in Folge und hat sich seit 2022 um fast ein Drittel verringert. Michael Herbst vom Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe (VENRO) fordert mindestens 11,2 Milliarden Euro, also den Stand von 2024, sowie eine Aufstockung der humanitären Hilfe im Auswärtigen Amt von einer auf 2,8 Milliarden Euro. Marlehn Thieme, Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe, warnt vor den Folgen: Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran treibt Energie- und Düngerpreise, was ärmere Länder in Bangladesch, Äthiopien und Kenia besonders hart trifft.
