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Geopolitikneutral24. Aug. 2026

Chinas neue Agrarstrategie: Weniger Importe, mehr Eigenproduktion

Deutsche Wellechina-investiert

KI-Zusammenfassung

China hat Mitte August knapp über eine halbe Million Tonnen Sojabohnen in den USA für das kommende Vermarktungsjahr gekauft – nur ein Bruchteil der Gesamtimporte: Im Oktober vergangenen Jahres hatten beide Länder laut Nachrichtenagentur Reuters den Kauf von jährlich rund 25 Millionen Tonnen Sojabohnen bis Ende 2028 vereinbart. Parallel verfolgt Peking im 15. Fünfjahresplan das Ziel, Nahrungsmittel künftig möglichst im eigenen Land zu produzieren. Vollständig ersetzen lassen sich die Importe jedoch nicht: Die proteinreiche Hülsenfrucht dient vor allem als Futter für Chinas enorme Schweine-, Geflügel- und Fischzucht, und begrenzte Land- und Wasserressourcen setzen der Eigenproduktion enge Grenzen. Treiber der Strategie ist die unsichere Weltlage: Der Krieg in der Ukraine, Handelskonflikte und der Klimawandel haben gezeigt, wie anfällig Agrarlieferketten sind – Ernährungssicherheit wird in Peking zur Frage der nationalen Sicherheit. Der US-Thinktank Center for Strategic and International Studies (CSIS) spricht von einer „Neubewertung des auf Freihandel beruhenden globalen Getreidehandels“. Das strukturelle Problem bleibt: China muss mit knapp 18 Prozent der Weltbevölkerung lediglich rund sieben Prozent der globalen Agrarfläche bewirtschaften.

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