Cum-Ex-Angeklagter belastet Macquarie-Führungskräfte in Bonn
KI-Zusammenfassung
Im Bonner Prozess um versuchte schwere Steuerhinterziehung hat der angeklagte ehemalige Macquarie-Banker G. überraschend früh ausgesagt und dabei Vorgesetzte belastet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, an Cum-Ex-Geschäften mitverantwortlich zu sein, bei denen Steuern in Höhe von 319,7 Millionen Euro hinterzogen werden sollten. G. war 2010 und 2011 Teil des Münchener Cum-Ex-Teams und leitete zeitweise die Niederlassung. In seiner Erklärung, die seine Verteidiger verlasen, räumte er ein, an Vorbereitung und Umsetzung mitgewirkt zu haben, wies aber Verantwortung von sich: "Ich hatte keine Leitungsfunktion und habe keine Verträge verhandelt." Er bezog sich dabei auf seinen damaligen Chef Peter Holloway. Macquarie hatte die Geschäfte von sechs US-Pensionsfonds mit hohen Krediten finanziert, das Eigenkapital wurde laut Anklage mit dem Faktor 15 bis 20 gehebelt.
