EZB-Ratsmitglied Kazimir: Zinserhöhung im Juni nahezu unvermeidlich
KI-Zusammenfassung
Peter Kazimir, slowakischer Notenbankchef und Mitglied des EZB-Rats, hält eine geldpolitische Straffung im Juni für "so gut wie unvermeidlich". Als Hauptgrund nannte er den Iran-Krieg, der zu hohen und volatilen Energiepreisen führe und sich unweigerlich auf die gesamte Wirtschaft ausbreite. Die Inflation im Euroraum lag im April bei drei Prozent und damit deutlich über dem EZB-Ziel von zwei Prozent. Der für die Geldpolitik maßgebliche Einlagensatz beträgt derzeit 2,0 Prozent. Kazimir warnte Regierungen zugleich vor schlecht konzipierten fiskalischen Maßnahmen, die das "Inflationsfeuer weiter anfachen" könnten. Der französische Notenbankchef François Villeroy de Galhau dämpfte hingegen Erwartungen und forderte vor einer Zinsanhebung eine "kritische Masse an Daten".
