FIFA anerkennt afghanisches Frauen-Nationalteam trotz Taliban-Boykott
KI-Zusammenfassung
Der Weltfußballverband FIFA hat am Dienstag in Toronto eine bahnbrechende Entscheidung getroffen und das Exil-Team afghanischer Fußballerinnen als offizielles Nationalteam anerkannt. Der Kader, der vorwiegend aus in Australien und Europa lebenden Geflüchteten besteht, darf sich nun für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles sowie für künftige Weltmeisterschaften und Asien-Cups qualifizieren. Die Taliban hatten seit ihrer Rückkehr an die Macht jede Frauen-Nationalmannschaft verboten; der afghanische Fußballverband unter ihrer Herrschaft verweigerte die Genehmigung. FIFA-Präsident Gianni Infantino bezeichnete die Regeländerung als historisch, da sie erstmals die Registrierung einer Nationalmannschaft unter außergewöhnlichen Umständen ermöglicht, wenn der Mitgliedsverband dazu nicht in der Lage ist. Nationaltorhüterin Elaha Safdari wertete den Schritt als "harten Schlag ins Gesicht der Taliban" und als Beweis für die Fähigkeiten afghanischer Frauen.
