Frankreich sucht in Kenia neue Partner nach Verlust an Einfluss in Westafrika
KI-Zusammenfassung
Frankreichs Außenminister und sein kenianischer Amtskollege eröffnen am 11. Mai 2026 den "Africa Forward Summit" an der Universität Nairobi. Es ist der erste Gipfel dieser Art, den Frankreich in einem englischsprachigen afrikanischen Land ausrichtet. Präsident Emmanuel Macron will damit eine Abkehr von der bisherigen Afrika-Politik einleiten, nachdem Frankreich im frankophonen Westafrika, besonders in der Sahelzone, erheblich an Ansehen und Einfluss verloren hat. Ulf Laessing von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Mali erklärt gegenüber der DW, Paris versuche nun in anglophonen Ländern wie Südafrika, Kenia und Nigeria zu expandieren, um sich als wichtigster Partner Afrikas zu repositionieren. Macron und Kenias Präsident William Ruto werden die Partnerschaft als Gipfelvorsitzende vor rund 30 Staats- und Regierungschefs vorstellen; Schwerpunkte sind Sicherheit, Wirtschaftsinvestitionen und grüne Energie. Ruto will zudem über eine gerechtere Gestaltung des globalen Finanzsystems für hochverschuldete afrikanische Staaten sprechen, wofür Frankreich Unterstützung zugesagt hat.
