Frankreichs Notenbankchef Moulin nennt Mélenchons Schuldenschnitt "illegal und gefährlich"
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Frankreichs Notenbankchef Emmanuel Moulin hat den Plan des Linken-Politikers Jean-Luc Mélenchon, 18 Prozent der französischen Staatsschulden zu streichen, als "illegal, gefährlich und nutzlos" bezeichnet. Mélenchon, Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr, fordert die Streichung jenes Anteils der Schulden, der seiner Ansicht nach von der französischen Zentralbank gehalten wird, um Spielraum für Sozialausgaben zu schaffen. Moulin sagte am Freitag dem Sender RTL, Frankreich sei seit 1797 stets seinen Schuldenverpflichtungen nachgekommen — ein Schuldenschnitt sei ein Zahlungsausfall, würde Verträge umgehen, die Inflation anheizen und die Zinsen in die Höhe treiben. Auch EZB-Präsidentin Christine Lagarde wies den Plan am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Berlin als "finanziell gefährlich" zurück und verglich die Staatsverschuldung mit einem Privatkredit: Verweigere ein Kreditnehmer die Rückzahlung, würden Gläubiger den Zinssatz deutlich erhöhen.