Japanische Regierung greift zweimal zur Yen-Abwehr – Märkte testen Tokios Entschlossenheit
KI-Zusammenfassung
Das japanische Finanzministerium hat während der Golden-Week-Ferien voraussichtlich zweimal am Devisenmarkt interveniert, um den Yen zu stützen. Die erste Maßnahme fiel dem Bericht zufolge am 30. April an, nachdem die Währung die politisch sensible Marke von 160 Yen pro Dollar unterschritten hatte; der Yen legte an diesem Tag um bis zu 3 Prozent zu. Am Mittwoch folgte ein weiterer kurssprungartiger Anstieg um fast 2 Prozent auf 155,02 Yen pro Dollar, was Spekulationen über eine zweite Intervention auslöste. Nach Schätzungen von Reuters könnte Tokio am 30. April bis zu 5,48 Billionen Yen (35 Milliarden Dollar) eingesetzt haben, knapp unter den 36,8 Milliarden Dollar vom Juli 2024. Die Behörden bestätigen Eingriffe in der Regel nicht umgehend, sondern vertrauen auf strategische Mehrdeutigkeit, um den Überraschungseffekt zu maximieren. Analysten von Sumitomo Mitsui Banking Corporation und der Handelsplattform Tradu werteten die Aktionen als Zeichen der Entschlossenheit der japanischen Regierung, den Yen auch an Feiertagen zu verteidigen.
