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Finanzenneutral20. Mai 2026

Japanische Staatsanleihen bei 2,8 Prozent – steigende Renditen belasten globale Märkte

Handelsblatt Finanzenzehnjährige-japanische

KI-Zusammenfassung

Die Renditen zehnjähriger japanischer Staatsanleihen haben Mitte der Woche 2,8 Prozent erreicht – ein Niveau, das Japan zuletzt Mitte der 1990er-Jahre erlebt hatte. Der Anstieg wird von Sorgen um die Solidität der japanischen Staatsfinanzen getrieben. Nach drei Jahrzehnten Nahe-Null-Zinspolitik steigen nun Hypothekenzinsen im Inland, Unternehmen leiden unter teureren Krediten, und der hochverschuldete Staat sieht sich steigenden Zinslasten gegenüber. Für internationale Anleger ist die Entwicklung besonders brisant, da Japan jahrelang als Quelle für günstiges Kapital diente, das weltweit Aktienbooms mitfinanzierte. Die Renditen zehnjähriger JGBs haben sich von Anfang 2024 bis Ende 2025 nahezu verdreifacht. Anfang 2026 löste die als „Japan-Risiko“ bekannte Furcht vor einer zu expansiven Haushaltspolitik der Regierungschefin Sanae Takaichi bereits Turbulenzen an der Wall Street aus; US-Finanzminister Scott Bessent versuchte damals auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, die Märkte zu beruhigen.

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